Ausstellung – Verlorene Heimat
Zehn Jahre nach dem Völkermord an den Jesiden – Ausstellung gegen das Vergessen
Der Völkermord des sogenannten Islamischen Staates an den Jesiden im Jahr 2014 zwang zehntausende zur Flucht. Auch mehr als ein Jahrzehnt später lebt ein großer Teil der Überlebenden noch immer in provisorischen Lagern im Nordirak oder weit verstreut in der Diaspora. Obwohl die IS-Besatzung längst beendet ist, können viele bis heute nicht in ihrer Heimatregion Sinjar zurückkehren. Die Zerstörungen und die fragile Sicherheitslage in der geopolitisch zerrissenen Region mache es den meisten unmöglich dort wieder ein normales Leben zu führen.
Der Freiburger Fotograf David Lohmueller besucht seit 2018 regelmäßig die jesidische Gemeinschaft im Nordirak. Seine Fotografien zeigen den herausfordernden Alltag der Menschen in den Camps sowie Eindrücke aus dem Sinjar-Gebirge und der gleichnamigen Stadt, die bis heute in großen Teilen in Trümmern liegt. Aber sie erzählen auch von einzigartigen Gemeinschaften der Jesiden mit vielen positiven Bildern und inspirierenden Geschichten, die in der Berichterstattung oft keinen Platz finden.
Die Ausstellung möchte dazu beitragen, die Geschichten und Herausforderungen der Betroffenen weiterhin sichtbar zu machen und ein Zeichen gegen das Vergessen zusetzen. Zusätzlich werden konkrete Möglichkeiten und Projekte vorgestellt, wie man sich für die Opfer und Überlebenden des Völkermords engagieren kann.
Die Ausstellung kann vom 6. März bis 15. April im Kunstraum der VHS besichtigt werden.
Die Vernissage findet am Freitag, 6. März, um 19 Uhr im VHS-Kunstraum statt.
Veröffentlicht: Freitag, 16.1.2026